Was ist Karmamudrā?
Auch das als Yoga der Glückseligkeit benannt, kommt Karmamudrā aus dem Sanskrit und setzt sich zusammen aus Karma, was mit Handlung/Geste/Bewegung übersetzt wird – und mudra. Mudra wiederum setzt sich zusammen aus mud und dru/dra, was soviel wie Glückseligkeit aus dem Inneren hervorbringen und sich damit von Schleiern, Fesseln, Begrenzungen usw. befreien bedeutet.
Die Grundlage und das Ziel gleichzeitig ist der rechte Herzgeist, der Erleuchtungsgeist – Bodhicitta. Dieser Gedanke wird uns daher ständig begleiten und beseelen: „Mögen wir durch diese Praxis Erleuchtung zum Wohle aller Wesen verwirklichen!“
Karmamudrā wird auch kurz mit „Handlungs-Siegel“ übersetzt, was jedoch kompliziert zu verstehen ist. Hier fehlt der Hinweis auf die wirkliche und sinnvolle Bedeutung.
Es hilfreicher, eine Übersetzung zu haben, die uns somit den Weg und das Ziel völlig klar macht.
Im Vajrayāna-Buddhismus ist es eine höchste Form der meditativen Praxis, in der die Vereinigung von Weisheit und Methode nicht nur geistig, sondern auch körperlich-symbolisch verwirklicht wird.
Die Bedeutung von Karmamudrā wird noch verdeutlicht mit dem oft zitierten Spruch: „Ohne Karmamudrā kein Mahamudrā“.
Sie steht auf der Grundlage der Inneren Yogas, besonders der Tummo-Praxis (inneres Feuer), bei der die subtilen Energien im Körper verfeinert und in den zentralen Kanal geleitet werden. Erst wenn diese Stabilität erreicht ist, kann die Vereinigung mit einer Karmamudrā-Partnerin oder einem -Partner zur Erkenntnis der Leerheit in höchster Glückseligkeit führen.
Im Kern geht es dabei nicht um sinnliche Erfahrung, sondern um das Erkennen, dass Glückseligkeit und Leerheit untrennbar eins sind.
Das Erleben der Vereinigung wird so zum spirituellen Mittel, um dualistische Wahrnehmung aufzulösen und das natürliche, klare Bewusstsein zu offenbaren.
Wie alle tiefen tantrischen Methoden verlangt Karmamudrā Mitgefühl, Reife und direkte Anleitung durch einen authentischen Lehrer. Ohne diese Voraussetzungen bleibt die Praxis unvollständig und kann ihr eigentliches Ziel – die Erleuchtung zum Wohle aller Wesen – nicht erfüllen.
Wie beginnen?
Um Zugang zu Karmamudra Unterweisungen/teachings zu erhalten, ist es wichtig, dass Du eine Ngöndro Einweihung erhalten (im Dakini Center/ Seminarhaus Arya Maitreya oder jede andere Linie) und die Praxis über längere Zeit in Deinen Alltag integriert hast.
Das Gleiche gilt für die Tummo-Praxis und die Weiße Knochen-Meditation. Es ist notwendig, eine stabile Praxis des Geistes und des Energiekörpers zu haben.
Wer unterrichtet hier Karmamudrā?
Karmamudrā Praxisgruppen werden von den Ra Chung Linienhaltern S.E. Dorje Gyatso Rinpoche, Khandro Deyang Lhamo und Khandro Yangchen geleitet.
Wo anmelden?
Anfragen können unter kontakt@dakini-center.org gestellt werden.
